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Zu viele Rehe auf der Drückjagdstrecke: Jagdleiter erstattet Selbstanzeige

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Bei einer Drückjagd am Holzhäuser Berg zwischen Twiste, Ober-Waroldern und Berndorf (Hessen) sprengte die Drückjagdstrecke die nach dem dreijährigen Abschussplan vorgegebene Abschusszahl beim Rehwild. Laut einem Bericht der Waldeckischen Landeszeitung (wlz) zog der Jagdleiter nun die Konsequenzen und zeigte sich bei der Unteren Jagdbehörde selbst an.

Laut Abschussplan hätten nur neun Rehe auf der Drückjagd erlegt werden dürfen.
Foto: Michael Migos

Mit 34 Schützen wurden insgesamt 42 Stück Rehwild und zehn Sauen auf der Drückjagd  erlegt. Nach Abschussplan wären aber nur noch neun Rehe frei gewesen. Bereits am Tag nach der Bewegungsjagd erstattet der Jagdleiter Hendrik Block, stellvertretender Direktor der Waldeckischen Domanialverwaltung, Selbstanzeige. Gegenüber wlz sagte er: „Das war so nicht geplant und stellt eine Ordnungswidrigkeit nach dem Jagdgesetz dar. Dazu stehe ich. Das Bußgeld werde ich akzeptieren.“ Die Drückjagd sei unter Corona-Vorgaben durchgeführt worden. Warum das Streckenergebenis in diesem Jahr vergleichsweise zu den Vorjahren so hoch ausgefallen ist, sei laut Bloch schwer zu sagen.

aml

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