Nordrhein-Westfalen: Immer mehr Hinweise auf Wölfe

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Die Zuwanderung von Wölfen nach Nordrhein-Westfalen verstärkt sich offenbar. Auf der Autobahn 2 bei Porta Westfalica (Kreis Minden-Lübbecke) ist am Morgen des 30. März ein toter Wolf gefunden worden.

Ein Wolf wurde bei Porta Westfalica im Straßenverkehr getötet. (Symbolbild)
Foto: Markus Deutsch

Der Grauhund war offenbar von einem Fahrzeug angefahren worden. Autofahrer hatten die Herforder Autobahnpolizei informiert, dass ein totes Tier beiseite geräumt werden müsse. Ein Wolfsberater stellt später fest, dass es sich um einen 38 Kilogramm schweren Wolfsrüden handelt, wie das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) bestätigte. Die Untersuchung genetischer Proben soll die Herkunft des Grauhundes klären. Es handelt sich um den zweiten in NRW tot aufgefundenen Wolf. Vor zwei Jahren war einer bei einem Verkehrsunfall im 30 Kilometer entfernten Petershagen getötet worden.
Außerdem soll ein Isegrim in Westerkappeln (Kreis Steinfurt) im Abstand von zwei Wochen zwei Stücke Damwild in einem Gatter gerissen haben, zunächst einen Spießer, dann ein hochbeschlagenes Alttier. In beiden Fällen hat ein Wolfsberater Spuren gesichert. Die Genanalyse durch das Senckenberg-Institut in Frankfurt am Main soll nun Klarheit über den Verursacher bringen. chb

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