Kirrungstonnen im Test

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Unser WILD UND HUND-Revier:
Im WILD UND HUND-Revier wird zur besseren Bejagung des Schwarzwildes in den Herbst- und Wintermonaten gekirrt. Für unsere Leser testen wir zur Zeit vier Kirrungstonnen verschiedener Hersteller in der Jagdpraxis.

 

Von Markus Wörmann

Während des Sommers können wir den Sauen noch in Getreideschlägen und an Wiesenkanten beikommen. Sind die Felder leer, zieht sich das Schwarzwild in die Einstände zur Eichel- und Buchelmast zurück. Daher werden einige exponierte Plätze für die Sauen etwas interessanter gemacht, um den nötigen Abschuss zu tätigen. Nach dem Landesjagdgesetz Rheinland-Pfalz ist das Kirren von Schwarzwild mit Getreide, Kartoffeln und Äpfeln in einer geringen Menge erlaubt, wenn es zum Zwecke der Erlegung erfolgt und die Kirrungseinrichtung verhindert, dass anderes Schalenwild das Kirrgut aufnehmen kann. Die Kirrplätze sind sorgfältig ausgewählt, fernab von Spazierwegen in der Nähe der Einstände.

Zeit sparen

Das bisherige Eingraben geringer Mengen nimmt nicht nur viel Zeit in Anspruch. Jeden Tag die Kirrungen kontrollieren, heißt auch, jeden Tag durchs Revier zu stampfen. So genannte Kirrungstonnen sollen helfen, Aufwand und Unruhe zu verringern. Der Praxistest soll zeigen, wie die Produkte von den Sauen angenommen werden, ihre Handhabung im Revier ist und welches Preis-/Leistungsverhältnis den Jäger erwartet. Um unser Schwarzwild mit seinem neuen „Spielzeug“ bekannt zu machen, haben wir die Kirrungstonnen Ende August ins Revier gebracht. Zu diesem Zeitpunkt war das Getreide geerntet, der Mais und die Kartoffeln mit Elektrozaun geschützt. Es ist klar, dass es erst eine gewisse Gewöhnungsphase braucht, bevor ganz mit dem täglichen Einbringen geringer Mengen in den Erdboden aufgehört werden kann. Den kompletten Praxisbericht präsentieren wir im nächsten Jahr.

Die Beschäftigungstrommel von Grones haben wir in einer leichten Hanglage angebracht, damit das Kirrgut immer an der Öffnung liegt

 

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