Projekt „Biowild“: 1,9 Millionen Euro für Jagdstrategien

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Um herauszufinden, ob sich Wald und Wild in einer ausgewogenen Balance befinden, hat die Arbeitsgemeinschaft Naturgemäße Waldwirtschaft (ANW) über das Bundesamt für Naturschutz (BfN) 1,9 Millionen Euro vom Bundesumweltministerium erhalten.

Der gesamte Förderantrag umfasst 2,6 Millionen Euro. Verbundpartner des auf sechs Jahre angelegten Projekts „Biowild“ sind die Georg-August-Universität Göttingen, die Technische Universität Dresden und die Technische Universität München. In fünf Pilotregionen soll auf rund 25 000 Hektar in Baden-Württemberg, dem Saarland, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Nordrhein-Westfalen anhand des Vegetationszustandes versucht werden, Kriterien für die Bewertung der Schalenwildsituation zu entwickeln und Tipps zur Problemlösung zu erarbeiten. Moderne Jagdstrategien sollen entwickelt und erprobt werden.
 
Welche Regionen ausgewählt wurden, konnte das Projektbüro angeblich noch nicht mitteilen. Nach WILD UND HUND-Informationen soll sich eine Projektregion im nordrhein-westfälischen Hochsauerland befinden, eine weitere im Bereich der thüringischen „Hohen Schrecke“ angesiedelt sein und auch Flächen des Hatzfeldt-Wildenburg’schen Forstbetriebes umfassen, der dem Ökologischen Jagdverband sehr nahe steht.
 
Vom BfN heißt es: „Das Projekt soll zur Weiterentwicklung eines modernen Jagdrechts beitragen, das sowohl der Wildbiologie als auch der ökologischen Intaktheit der Wälder dient.“
red.


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